Der neutrale Zins in der "neuen Normalität" ("Frankfurter Allgemeine Zeitung")

Wie langfristige Anleiherenditen nicht allein durch die Geldpolitik und die kurzfristigen Zinsen bestimmt werden, beschreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in einem Beitrag. Andere Einflüsse auf die langfristigen Zinsen seien zahlreich wie etwa die Demographie und ein im Trend niedrigeres reales Wirtschaftswachstum in den Industrieländern. In der Diskussion um die "neue Normalität" verweist die FAZ auch auf die Forschungsarbeit von John Taylor und Volker Wieland zu den Schätzwerten des Gleichgewichtszinses.

In zahlreichen Studien legen amerikanische Ökonomen dar, dass der neutrale Zins noch nahe null liegen dürfte. "Der amerikanische Ökonom John Taylor und sein Frankfurter Kollege Volker Wieland argumentieren, dass diese Schätzungen auf einer sehr fragilen Basis beruhen und der neutrale Zins in Wirklichkeit etwa höher liegen dürfte", schreibt die FAZ.

FAZ und FAZIT-Blog: "Leitzinsen beeinflussen Anleiherenditen, aber bestimmen sie nicht"

IMFS Working Paper No. 103
John B. Taylor und Volker Wieland
"Finding the Equilibrium Real Interest Rate in a Fog of Policy Deviations"

Kurzinfo
(PDF, 384 KB)