Volker Wieland warnt vor Auswirkungen der Risiken am chinesischen Immobilienmarkt ("Wirtschaftswoche)

Die chinesische Wirtschaft ist nach Angaben des nationales Statistikamts im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent gewachsen. Damit wurde das Wachstumsziel der Regierung von rund fünf Prozent leicht übertroffen. Im Interview mit der "Wirtschaftswoche" sieht Prof. Volker Wieland nur mäßigen Erfolg für die Bemühungen Chinas um den Platz an der Spitze der Weltwirtschaft. Zudem warnte er vor den Auswirkungen einer Krise auf dem chinesischen Immobliienmarkt auf das Finanzsystem.

Chinas Wachstumsgeschichte scheint längst weniger rasant. Zwar stecke die Volksrepublik seit gut zwei Jahrzehnten mehr als 40 Prozent der Wirtschaftsleistung in Investitionen, doch gemessen daran, sei das Wachstum von drei Prozent 2022 und sechs Prozent vor der Coronakrise wenig beeindruckend, sagte Wieland im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche". „Offensichtlich führt ein Großteil der Investitionen nicht zu einer Steigerung der Wirtschaftsleistung.“ Zugleich sei der Konsum im Vergleich mit den USA und Europa immer noch schwach.

Eine weitere Eskalation drohe zudem am Immobilienmarkt. „Das Risiko, dass der Immobilienmarkt China in eine größere Finanzkrise treibt, ist nicht gerade klein“, so Wieland weiter.

Wirtschaftswoche: "China vs. USA: Der Zweikampf" (€)