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2026-09-03 | Pressemitteilungen

Neues IMFS Working Paper von Balint Tatar und Volker Wieland: Growth effects of changes in social security contribution rates in Germany

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit einiger Zeit in einer Stagnationsphase, während die Regierung mit hohen und weiter steigenden Kosten für das Sozialversicherungssystem, die Verteidigung und die Schuldzinsen konfrontiert ist. Strukturreformen sind erforderlich, um das Sozialsystem zu stabilisieren und das Wachstumspotenzial zu stärken. Das kürzlich von der deutschen Rentenkommission vorgeschlagene Reformpaket stellt einen wichtigen Schritt nach vorne dar. Unter anderem sieht es die Einführung eines kapitalgedeckten Elements vor, das zur Stabilisierung des bestehenden umlagefinanzierten gesetzlichen Rentensystems beitragen wird. Dies wird jedoch durch eine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge in der Größenordnung von 2 Prozentpunkten finanziert, was das Wirtschaftswachstum dämpfen wird. Nach unserer Analyse unter Verwendung eines groß angelegten strukturellen Makromodells erhöht die Anhebung der Beitragssätze die Arbeitskosten und könnte das BIP mittelfristig – unter sonst gleichen Bedingungen – um etwa 0,6 Prozent verringern. Die drei Volkswirtschaften im Modell sind auf Deutschland, den Rest des Euro-Raums und den Rest der Welt kalibriert. Die Ausstrahlungseffekte auf den Rest des Euroraums bleiben sehr gering. Unsere Ergebnisse sollten nicht als Argument gegen die dringend notwendige Rentenreform verstanden werden, sondern vielmehr als weiterer Beleg für die Notwendigkeit zusätzlicher wachstumsorientierter angebotsseitiger Reformen.

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