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2026-10-12 | Pressemitteilungen

Neues IMFS Working Paper von Alicia Pita Marcet, Christian Schröder, Maik H. Wolters: Improving Inflation Forecasting by Modeling Expectation De-Anchoring in Low-Inflation Periods

In Phasen anhaltend niedriger Inflation wird diese häufig zu hoch prognostiziert. Wir untersuchen ein Modell, in dem sich die Inflationserwartungen von ihrem Anker lösen können, was einen Übergang zu einem Gleichgewichtszustand mit niedriger Inflation an der effektiven Untergrenze ermöglicht. Wir bewerten die relative und absolute Prognoseleistung anhand konventioneller und zustandsabhängiger Tests. Im Vergleich zu einem Modell, bei dem die Erwartungen am Inflationsziel verankert sind, liefert das Übergangsmodell während der anhaltenden Phase niedriger Inflation in Japan sowie für die Kerninflation im Euroraum in den 2010er Jahren erhebliche Genauigkeitsgewinne. Diese Gewinne lassen sich nicht auf die Vereinigten Staaten übertragen, wo die Inflation näher am Zielwert blieb. Auch die absolute Prognosebewertung liefert vergleichsweise günstige Ergebnisse für das Übergangsmodell in Japan und für die Kerninflation im Euroraum. Die Projektionen der Zentralbanken sind insbesondere bei kurzen Zeithorizonten sehr treffsicher, was auf ihre umfangreicheren Echtzeit-Informationsbestände zurückzuführen ist. Für die Kerninflation im Euroraum während der Phase niedriger Inflation lagen die Prognosefehler des Übergangsmodells jedoch für das folgende Jahr und die beiden darauf folgenden Jahre um rund 50 Prozent unter denen der EZB.

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