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2026-03-13 | Pressemitteilungen

Neues IMFS Working Paper von Hendrik Hegemann und Volker Wieland zum Thema "Scenarios Concerning the Possible Consequences of the Iran War for Euro Area Inflation"

In diesem Beitrag liefern wir eine kurze erste quantitative Einschätzung der möglichen Folgen des Energiepreisschocks für die Inflation im Euroraum. Wir untersuchen verschiedene Szenarien, in denen mehr oder weniger anhaltende Preisanstiege bei Benzin, Diesel, Erdgas und Kerosin Auswirkungen auf die Gesamt- und Kerninflation des HVPI haben. Die quantitative Analyse basiert auf einem geschätzten bayesschen Vektorautoregressionsmodell für den Euroraum. Das Modell berücksichtigt auch die Übertragung über die Strompreise. Das Basisszenario geht von den jüngsten durchschnittlichen Preisanstiegen aus, die sich über zwei bis drei Monate erstrecken, gefolgt von einer Entwicklung, die endogen innerhalb des BVAR bestimmt wird. In diesem Fall steigt die Inflationsrate im Jahresvergleich bis zur ersten Hälfte des Jahres 2027 um etwa 1,5 Prozentpunkte. Die Kerninflation steigt um etwa 0,5 Prozentpunkte. Wird davon ausgegangen, dass die Energiepreise innerhalb weniger Monate auf das Niveau vom Februar 2026 zurückkehren, sind die Auswirkungen deutlich geringer und weniger anhaltend. Die Geldpolitik sollte nicht direkt auf Schwankungen der Energiepreise und der Gesamtinflation reagieren. Allerdings müsste die Geldpolitik als Reaktion auf einen Anstieg des Kern-HVPI und der inländischen Inflation gestrafft werden.

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