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2026-03-11 | Pressemitteilungen

Neues IMFS Working Paper von Hendrik Hegemann zum Thema "Energy Price Shocks and Inflation in the Euro Area"

Die Eurozone verzeichnete 2022 eine historisch hohe Inflation, wobei die Energiepreise eine zentrale Rolle spielten. In diesem Beitrag wird die gemeinsame Auswirkung verschiedener Energiepreisschocks auf die Inflation in der Eurozone untersucht, wobei der Schwerpunkt auf dem Zeitraum liegt, der die COVID-19-Pandemie und den Krieg zwischen Russland und der Ukraine umfasst. Unter Verwendung eines strukturellen VAR-Modells werden in der Analyse Schocks bei den Preisen für Benzin, Diesel, Flugbenzin, Erdgas und Strom identifiziert und ihre Auswirkungen auf die Gesamt- und Kerninflation bewertet.

Historisch gesehen hatten vor der Pandemie Benzinpreisschocks den größten Einfluss auf den HVPI der Eurozone, während die Auswirkungen anderer Energiepreisschocks relativ gering waren. Die Ausstrahlungseffekte auf Nicht-Energie-Güter waren sehr begrenzt, was auf vernachlässigbare Auswirkungen auf die Kerninflation hindeutet. Eine Ausweitung der Stichprobe bis Mai 2023 zeigt eine bemerkenswerte Veränderung dieser Zusammenhänge. Insbesondere Erdgaspreisschocks gewinnen erheblich an Bedeutung und zeigen deutlich nachhaltigere Auswirkungen auf die Inflation.

Im Gegensatz zu früheren Erkenntnissen für die Vereinigten Staaten deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Energiepreise, insbesondere die Erdgaspreisschocks, eine wichtige Rolle beim Anstieg des HVPI und des Kern-HVPI in den Jahren 2021 und 2022 im Euroraum gespielt haben.

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